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Dienstleistungen für die Unternehmensleitung

 

- gerichtsfeste Organisation der Elektroverantwortung
- Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK)
- Interimslösung VEFK
- externe VEFK
- Beratung und Schulung
- Gefährdungsbeurteilung
 

Der Arbeitgeber hat die Gefährdungen zu ermitteln, denen die Beschäftigten bei der Arbeit ausgesetzt sind. Diese Beurteilung der Arbeitsbedingungen fordert das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Gefährdungen können sich z. B. ergeben durch

  • die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
  • physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
  • die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
  • die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit sowie deren Zusammenwirken,
  • unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
  • psychische Belastungen bei der Arbeit.

Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen wird häufig mit dem Begriff Gefährdungsbeurteilung beschrieben, der z. B. aus der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bekannt ist. Die novellierte BetrSichV aus dem Jahre 2015 beschreibt im § 3 sehr ausführlich, was der Gesetzgeber von den Arbeitgebern in der Gefährdungsbeurteilung beim Thema „Verwendung von Arbeitsmitteln“ erwartet. Diese Hinweise werden nochmals in der Technischen Regel für Betriebssicherheit (TRBS) 1111 „Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung“ konkretisiert.

Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung ist der Ansatz ganzheitlich. Insbesondere sind alle Gefährdungen zu beurteilen, die von

  • den Arbeitsmitteln / Gefahrstoffen,
  • der Arbeitsumgebung,
  • den Arbeitsgegenständen, an denen Tätigkeiten mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden,

ausgehen. Weiterhin ist zu berücksichtigen:

  • die Gebrauchstauglichkeit von Arbeitsmitteln einschließlich der ergonomischen, alters- und alternsgerechten Gestaltung,
  • die sicherheitsrelevanten einschließlich der ergonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren, Arbeitsorganisation, Arbeitsablauf, Arbeitszeit und Arbeitsaufgabe,
  • die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, die bei der Verwendung von Arbeitsmitteln auftreten,
  • vorhersehbare Betriebsstörungen und die Gefährdung bei Maßnahmen zu deren Beseitigung.

Dadurch beschreibt die Gefährdungsbeurteilung den gesamten Prozess, von der Beschaffung und Einführung, über den Betrieb mit der notwendigen Wartung, Instandsetzung und Prüfung, bis hin zur Demontage und Entsorgung. Neben diesem Prozess werden auch die Anforderungen bzw. Qualifikationen der Beschäftigten beschrieben. Ausbildung, Weiterbildung, Personalauswahl und Unterweisung der Beschäftigten fließen in die Gefährdungsbeurteilung ein. Darüber hinaus sind Art, Umfang und Fristen von erforderlichen Prüfungen zu ermitteln und festzulegen.

Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist es, das Arbeiten für die Beschäftigten sicherer zu gestalten. D. h., mit der Gefährdungsbeurteilung werden die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten ermittelt und die Wirksamkeit dieser Schutzmaßnahmen überprüft.

Die Gefährdungsbeurteilung ist also nicht nur ein notwendiges Übel mit gesetzlichem Hintergrund, sondern ein umfangreiches Werkzeug für den Arbeitgeber, um sein Unternehmen zu durchleuchten, sein Unternehmen zu steuern, Investitionsentscheidungen zu treffen, Personal auszuwählen und fortzubilden, Arbeitsanweisungen bzw. Betriebsanweisungen zu erstellen, Personal zu unterweisen, Prüffristen zu ermitteln usw.

Die Gefährdungsbeurteilung ist zu dokumentieren und regelmäßig zu überprüfen. Bei der Überprüfung ist der Stand der Technik zu berücksichtigen. Soweit erforderlich, sind die notwendigen Schutzmaßnahmen entsprechend anzupassen.

Verantwortlich für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber. Jedoch darf die Gefährdungsbeurteilung nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Verfügt der Arbeitgeber also nicht selbst über die notwendigen Kenntnisse, so schreiben die Regelwerke vor, dass er sich fachkundig beraten lassen muss.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung oder Überarbeitung Ihrer Gefährdungsbeurteilung.

 

 

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